Hallo liebe Networkerin, hallo lieber Networker.
Die letzten Tage waren wieder einmal ziemlich stressig. So bin ich doch gerade in der Vorbereitung einer bestimmten Sache für unsere Welt der Erfolgsseminare für Networker. Diese Aufgabe hat für mich momentan absolute Priorität. Okay, ich gebe es zu: Ab und zu bin ich noch am Telefon zu erwischen, dann aber zu unmöglichsten Büro-Zeiten – ansonsten werden alle Anrufe von meiner Frau oder unserem Mitarbeiter entgegengenommen. Die momentane Sache hat so hohe Priorität, dass ich fast alle anderen Dinge, die mir zugetragen werden, abblocken muss. Ja, ich schotte mich sogar regelrecht von allen Geschäftsprozessen ab, um meine Ruhe zu haben
Diese Situation hat mich heute so sehr zum Nachdenken gebracht, dass ich mich dazu entschieden habe, einen Newsletter daraus zu machen. So gibt es doch unzählige Networker, die deutlich anders arbeiten.
Da fällt mir z. B. der Networker Tim ein. (Hinweis: Name von der Reaktion geändert :-))
Tim hat sich diese Woche das Ziel gesetzt, jeden Tag 15 Personen bzgl. seiner von ihm angebotenen Geschäftstätigkeit zu kontaktieren. Tim ist noch ein nebenberuflicher Networker und tagsüber bis 17 Uhr auf der Arbeit. Von ca. 18:30 Uhr bis ca. 21 Uhr hat er sich die Zeit für Network Marketing eingeplant. Eigentlich sollten 2,5 Stunden genügend Zeit sein, um jeden Tag 15 Personen anzurufen.
Es ist Montag, der erste Tag in seiner Woche. Tim verlässt - wie geplant - pünktlich um 17 Uhr seine Arbeit und fährt nach Hause.
Unterwegs ist Tim eingefallen, dass ihn seine Frau angerufen und gebeten hat, unterwegs ein Brot zu kaufen. Er beschließt den Einkauf am örtlichen Supermarkt zu erledigen. Während er das Brot kauft, wird Tim von seinem Bekannten Tom leicht angestuppst. Tim begrüßt Tom und es entwickelt sich eine rege Unterhaltung bezüglich des Fussballspiels vom vergangenen Samstag. Das Stehcafé der Bäckereitheke lädt Tim und Tom geradezu ein, sich eine Tasse Kaffee zu bestellen.
Es vergeht eine halbe Stunde bis sich die beiden wieder trennen. Tim freut sich über das nette Gespräch, denkt aber allmählich daran, dass er ja heute 15 Personen für sein Geschäft kontaktieren möchte. Immerhin muss er sich noch die 15 Personen, die er kontaktieren möchte, überlegen und auf eine extra Liste schreiben. Anstatt wie gewohnt um 17:45 Uhr, kommt Tim nach der „Kaffeepause“ erst um 18:15 Uhr nach Hause.
Seine Frau hat schon liebevoll das Abendessen vorbereitet und klingt etwas verärgert, weil er heute so spät dran ist. Tim möchte seine Frau nicht noch mehr verärgern und genießt zusammen mit den Kindern das Abendbrot. Nach dem Abendessen möchten die Kinder noch etwas im Wohnzimmer fernsehen.
Damit die Kinder eine ordentliche Sendung ansehen, wählt Tim für diese das Fernsehprogramm aus und beginnt zu zappen. Mittlerweile ist es 18:55 Uhr. Zufällig sieht er eine Fernsehsendung in der ein bekannter Erfolgstrainer zu Gast ist.
Er denkt sich, dass er das jetzt noch kurz anschauen möchte, immerhin könnte ihm das gesagte Wissen zu einer besseren Geschäftsentwicklung weiterhelfen.
Um 19:10 Uhr ist die Sendung vorbei, er stellt das „Sandmännchen“ für seine Kinder ein und begibt sich in sein Büro. Auf dem Weg dorthin, bittet ihn seine Frau noch, den Müll rauszubringen und ihr beim Geschirrabtrocknen zu helfen.
Um 19:25 Uhr ist Tim schließlich in seinem Büro angelangt. Wie gewohnt schaltet Tim seinen PC ein und sucht währenddessen seine Kontaktlisten, um aus diesen die 15 Personen, die er heute anrufen möchte, rauszuschreiben.
Die Listen sind endlich vorbereitet und er denkt, bevor er jetzt (es ist 19:55 Uhr) den ersten Interessenten anruft, will er noch schnell nach neuen E-Mails schauen. Er aktualisiert also seinen Posteingang und findet eine News-Mail von seiner Upline. Nachdem es hier um neue Produkte und neue Schulungstermine geht, ist seine Neugierde so groß, dass er diese E-Mail inkl. aller Anlagen durchliest.
Danach (20:20 Uhr) greift er zum Telefonhörer, nimmt seinen schon gestern vorbereiteten Gesprächsleitfaden in die Hand und ruft den ersten Interessenten an. Das Gespräch verläuft normal und er darf den Interessenten eine E-Mail mit weiteren Informationen zuschicken.
Tim freut sich und ruft den nächsten Interessenten an: Es ist belegt…
Während Tim die nächste Telefon-Nummer wählt, hört er gleichzeitig einen Klang aus seinen PC-Lautsprechern ertönen. Dieser Klang deutet auf eine neue E-Mail hin. Er legt den Hörer beiseite, um nach dieser E-Mail zu sehen. Ein Bekannter hat eine kleine Bitte geäußert, woraufhin er sofort eine Antwort E-Mail schreibt. Es ist jetzt 20:45 Uhr. Tim denkt, dass es jetzt zu spät ist, weitere Menschen anzurufen und beschließt für heute mit dem Arbeiten aufzuhören.
Am nächsten Network-Meeting stellt Tims Upline den Max vor. Max ist ein Newcomer, der im ersten Monat 12 Personen in der ersten Linie und 22 Personen in der zweiten Linie rekrutiert hat. Tim klatscht begeistert Beifall und beschließt Max in der Pause zu fragen, was er denn anderes macht, um dazu zu lernen.
Max erzählt Tim, dass er es sich vergangenen Monat zum Ziel gesetzt hatte, jeden Tag nach seiner Arbeit 10 Personen telefonisch zu kontaktieren. Nach seinem ersten Monat zog Max Bilanz und hatte insgesamt 312 Personen kontaktiert.
Tim denkt kurz nach und erinnert sich daran, dass er jeden Tag 15 Personen im letzten Monat kontaktieren wollte, es aber irgendwie nicht geschafft hatte, das Tempo durchzuhalten. Er fühlt sich jetzt etwas frustriert…
Ich frage Sie jetzt:
Wer sind Sie? Max oder Tim?
Tim ist ein Mensch, der ständig auf die Umwelt in irgendeiner Art und Weise reagiert und es dabei manchmal gar nicht selbst bemerkt, dass er sich dadurch von den wirklichen wichtigen Dingen abhalten lässt.
Max hingegen ist ein Mensch, der sich einer Sache bis zur Zielerreichung widmen kann und in dieser Phase alles andere, was seine Zukunft nicht negativ beeinflusst, von sich zurückweisen kann. Max fährt nach seiner Arbeit immer auf dem direkten Weg nach Hause (von kleinen Besorgungen etc. abgesehen) und hat dafür gesorgt, dass er sich zu Hause nicht ablenken lässt und zwar so lange, bis er sein geplantes Tagesziel erreicht hat. Erst danach widmet sich Max anderen Dingen.
Wenn Sie jetzt denken, dass ich mit dem Blogbeitrag gemeint habe…
…dann haben Sie mich falsch verstanden…
Probieren Sie doch einmal Folgendes aus:
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Machen Sie sich einen festen, einzuhaltenden und realistischen Wochenplan. Definieren Sie genau, wann Sie etwas in Ihrem Network-Geschäft erledigen wollen.
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Berücksichtigen Sie in diesem Plan nur die Dinge, die unmittelbar etwas mit Ihrem Erfolg zu tun haben.
Das sind: Kontakte machen, Rekrutierungsgespräche führen, die Einarbeitung von neuen Partnern und die Kundengewinnung.
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Vernachlässigen Sie in dieser Zeit alles andere und lassen Sie sich nicht ablenken!
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Machen Sie sich ein erreichbares Tagesziel und gönnen Sie sich nach der Zielerreichung ruhig Erholung und Ablenkung.
Sie müssen für dieses Geschäft nicht rund um die Uhr hart arbeiten. Es reicht, wenn Sie die richtigen Dinge, am richtigen Ort in der richtigen Zeitspanne(!) erledigen. Alles andere ergibt sich dann sehr schnell von selbst.
Ach ja, noch etwas: Erstellen Sie doch zusammen mit Ihren neuen Partnern gleich am Anfang (beim Zweitgespräch) einen Wochenplan, in dem festgelegt wird, wann Sie etwas zusammen mit Ihrem neuen Partner erledigen. So kann sich dieser bereits sehr schnell an eine professionelle Vorgehensweise gewöhnen.
Ihr André Göttler